Die Biogärtnerin im Januar: Vorfreudiges Planen, vorsichtiges Tun

Im Dezember habe ich diese Prachtkerle noch geerntet – nun gehts hochmotiviert and die Planung für das neue Jahr 2020.

Aussaatkalender nach Marian Thun

Schon seit 30 Jahren säe, pflanze und backe ich nach dem Aussaatkalender von Maria Thun. Anfangs war ich skeptisch, denn ich bin nicht besonders abergläubisch. Gärtnertipps basierend auf Mond und Konstellationsforschung? Naja… Ich habe es ausprobiert, und bin dabei geblieben. Warum das stimmt, was sie schreibt, kann ich nicht beantworten, aber ich kann bestätigen, dass ich beim Gärtnern und Brotbacken definitiv bessere Ergebnisse erziele, wenn ich mich nach dem Kalender richte. Den bisher viel zu milden Winter hatte hat Maria Thuns Kalender jedenfalls genauso vorausgesagt. Im Gewächshaus habe ich neulich 25 Grad gemessen, da habe ich gleich nochmal Salat und Radieschen gesät.

Baumanstrich und Baumschnitt

Trotz der milden Temperaturen können z.B. Obstbäume nun noch Probleme mit Frostschäden bekommen, besonders wenn eine Stammseite von der Sonne schon stark erwärmt wird und die andere noch gefroren ist. Günter hat deshalb nun den Stammanstrich an den jungen Obstbäumen gemacht: der helle Anstrich reflektiert die Sonne und schützt so die Rinde vor Frostrissen, aber auch vor Schädlingen.

Auch mit dem Baumschnitt haben wir schon angefangen. Nachdem die Bäume im vorigen Jahr fast keine Früchte getragen haben, haben sie stattdessen Unmengen von Holz produziert. Nur ein Apfelbaum bildet die Ausnahme und überrascht mich jedes Jahr aufs Neue: der Brettacher. Er trägt jedes Jahr und kommt jeden Tag in unser Müsli. Durch seine natürliche Wachsschicht ist er besonders haltbar; im vorigen Jahr reichten seine Vorräte bis Anfang Juni. Auch für Apfelkuchen ist er ideal.

Die Gartenplanung läuft auf Hochtouren

Beet für Beet mache ich eifrig Pläne – dabei hilft ein Grundriss und einige Listen

Ich befinde mich bereits fieberhaft im Planungsmodus. Zuerst überlege ich: was will ich in diesem Jahr alles anpflanzen? Dann blättere ich in Samenkatalogen und mache mir eine Liste, was ich bestellen möchte. Vorher schaue ich allerdings mein altes Saatgut nochmal durch. Wie jedes Jahr kann ich es kaum erwarten, im Garten wieder richtig loszulegen.

Bei meinem Gartenplan überlege ich ganz genau, welchem Boden ich mit Kompost unter die Arme greifen muss. Denn nicht für alle Pflanzen gilt: viel hilft viel.

  • Mein Kohlbeet habe ich schon entsprechend vorbereitet: mit Kompost versorgt, mit Pappe abgedeckt, jetzt kommt noch Mulch darauf. So warm eingepackt dürfen meine wurmigen Mitarbeiter schon mal für mich arbeiten!
  • Da wo im letzten Jahr Starkzehrer (z.B. Kohl) und Bohnen waren, kommen in diesem Jahr Wurzelgemüse hin
  • Salate, Mangold, Lauch und Spinat bekommen besonders reifen Kompost. Bohnen und Zuckererbsen sammeln selbst Stickstoff aus der Luft, da lockere ich den Boden nur. Auch Petersilie mag keinen gedüngten Boden.

Erste Böhnchen keimen auf der Fensterbank

Seit meine Leidenschaft für vegane Currys entdeckt habe, koche ich viel mehr mit Hülsenfrüchten. Puffbohnen dürfen glücklicherweise schon ganz früh in den Garten und können auch bis 5 Grad minus vertragen. Diese habe ich nun 24 Stunden lang in Kamillentee eingeweicht; nun stehen sie in einem Blumenkasten auf der Fensterbank. Mit einer frühen Aussaat versuche ich auch, die Bohnenlaus zu überlisten. Falls es nicht klappt, gehe ich ihr mit Wermuttee an den Kragen.

Ich wünsche euch gutes Planen, haltet euch aber zurück mit Pflanzen vorziehen, der Ausaatkalender sagt uns ein kaltes Frühjahr voraus!

Eure Vreni

3 Gedanken zu „Die Biogärtnerin im Januar: Vorfreudiges Planen, vorsichtiges Tun“

  1. Vielen Dank für die Infos, habe mir bisher noch gar keine Gedanken um die Neue Saat gemacht. Werde es jetzt auch mal tun.

    LG Rosi

    Von meinem iPhone gesendet

    >

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    1. Vreni, da erinnerst du mich an was: Habe tatsächlich zum ersten Mal seit über 30 Jahren den Thun-Kalender als Weihnachtsgeschenk für mich, Meike und Ute vergessen!!! Das Alter???
      Bekomme Montag eine neue Augenlinse, aber dann habe ich ja soooo viel Zeit….Lieben Gruß, bes. ann Günter, herzlichst Elisabeth

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