Endlich Regen nach einem zu trockenen April

Leben geschieht während wir eifrig dabei sind Pläne zu machen: an diesen Satz muss ich zurzeit oft denken. Viele von uns müssen in letzter Zeit umplanen, anders planen, geplantes absagen. Währenddessen geht im Garten alles seinen gewohnten Gang. Wie schon im letzten Jahr ist der Frühling extrem trocken, aber es ist herrlich anzusehen, wie alles grünt und blüht. Vor allem die Obstbaumblüte war dieses Jahr überwältigend und die Bienen haben beim Bestäuben tüchtig mitgeholfen. Bei allen Obstbäumen, außer bei den Pfirsichen (denen war es zu kalt), dürfen wir nun auf eine reiche Ernte hoffen.

Möhren, Wurzelpetersilie, rote Beete und Zwiebeln sind gesät

Wie ihr wisst, richte ich mich mit dem Aussäen meist nach dem Aussaattagkalender von Maria Thun. An Wurzeltagen habe ich nun Möhren, Wurzelpetersilie, rote Beete und Zwiebeln in die Erde gebracht. Obwohl es zum Teil sehr warm war, regte sich erst einmal gar nichts. Am 25. April hatten wir dann endlich mal 2 Liter Regen, woraufhin immerhin die Zwiebeln zum Vorschein kamen. Am 1. Mai kam nun endlich der ersehnte Regen und man glaubt es kaum wie alles auf einmal sprießt und wächst. Nachdem es inzwischen schon 28 Liter geregnet hat hoffe ich, dass der Garten sich doch von der Trockenheit erholt und ich nach den Eisheiligen Bohnen, Zucchinis und die Freilandtomaten auspflanzen kann. Dank des Regens sind Beinwell und Brennesseln nun gut gewachsen, so konnte ich bereits Kräuterjauche ansetzten die ich jetzt schon zum düngen verwende. Hiervon gebe ich maximal einen Liter zu einer 10 Liter Gießkanne Wasser dazu, man sollte die Jauche nicht zu stark dosieren.

Salat, Kohlrabi und Tomaten gedeihen im Gewächshaus, Rhabarber wuchs zunächst unter dem tragbaren Frühbeetkasten

Im Nachhinein wünschte ich, ich hätte die Tomaten schon früher vorgezogen, denn denen hat die Wärme der letzten Wochen natürlich besonders gut gefallen. Dem Rhabarber, auf den ich Frühling immer sehnsüchtig warte um endlich mal einen frischen Obstkuchen backen zu können, hatte ich schon die ganze Zeit einem tragbaren Frühbeetkasten übergestülpt. Ich musste aber auch dort ordentlich gießen um mal ein paar Stangen ernten zu können.

Kartoffeln gepflanzt nach klassischer Methode

In mein Kartoffelfeld vom letzten Jahr hatte ich im vorigen Herbst noch Phacelia, die Bienenweide, eingesät. Die hatte ich anschließend abgehackt und mit Pappe und Mulch bedeckt. An einem Wurzeltag letzte Woche habe ich hier nun mal wieder nach der klassischen Methode Kartoffeln gepflanzt, da das Beet dank Mulch und Pappe schön feucht war. Die Kartoffeln habe ich also ganz normal in Reihen gepflanzt und mit Erde angehäufelt – man weiß schließlich nie, wie kalt die Eisheiligen noch ausfallen! Zwischen den Reihen haben wir unseren ganzen Rasenschnitt als Mulch verteilt, um noch mehr Feuchtigkeit im Boden zu halten.

Roggen als Gründüngung: zu viel Arbeit

Roggen als Gründüngung werde ich künftig nicht mehr in den Garten säen. Wir hatten ihn vor etwa 5 Wochen ganz flach umgegraben und eine Folie darüber gedeckt, damit der Roggen schneller verrottet. Es war aber dann doch noch eine Heidenarbeit, das Beet sauber zu bekommen. Kurzerhand habe ich auch dort noch 3 Reihen Kartoffeln gepflanzt. Im Herbst werde ich dann ein wunderbares Beet haben, um Feldsalat zu säen.

Wenn die Trockenheit anhält: mulchen, mulchen, mulchen – und hacken

Damit euer Garten länger feucht bleibt, ist Mulchen angesagt! Wenn ihr nicht genug Material dafür habt hilft auch das mühsamere Hacken: eine alte Regel sagt, 1 mal Hacken hilft soviel wie 3 mal Gießen. Weiterhin kommt in meinen Kompost immer wieder Pflanzenkohle, die ein guter Wasser und Nährstoffspeicher ist – so bleibt auch der Kompost schön feucht.

Ich hoffe, ihr seid alle gesund und könnt jetzt mit Lust in euren Gärten säen und pflanzen.

Alles Liebe

eure Vreni

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