Sommergrüße aus dem Sommergarten

Liebe Gartenfreunde,

der Sommer ist da, und ich hoffe ihr könnt in euren Gärten ordentlich ernten. Wie wir alle hätte auch ich mich natürlich auch in diesem Jahr über mehr Regen gefreut – ich leide immer mit meinen Pflanzen mit, wenn dieser ausbleibt. In diesen Zeiten ist es umso wichtiger, den Boden zu mulchen. Wenn ihr nicht genug Material zum Mulchen habt, hilft auch oberflächliches Hacken gegen die Trockenheit: damit unterbrecht ihr die feinen Kapillaren, durch die sonst das unten im Boden benötigte Wasser nach oben steigt und verdunstet.

Meine Erdbeerernte war bislang wegen der Trockenheit eher schwach, die Pflanzen bilden jedoch nun, da es ein paar Mal geregnet hat, eifrig Ranken. Die vielversprechendsten habe ich mit Stöcken markiert und Komposterde in die Reihen gefüllt, so können hier gute neue Erdbeerpflanzen wachsen. Den Himbeeren macht die Trockenheit weniger zu schaffen, da durfte dieses Jahr ausgiebig genascht werden. Im Gewächshaus ernten wir nun die ersten Gurken, Tomaten und Paprika. Die Zuckererbsen und Puffbohnen sind bereits abgeerntet, dafür klettern die Stangenbohnen nun endlich gen Himmel. Auf das nun leere Erbsenbeet wird jetzt Endivie und Zuckerhut gesät.

Blattläuse habe ich bislang vor allem an den Obstbäumen entdeckt, aber auch die Johannisbeeren waren voll damit. Geduld war beim Thema Blattläuse mal wieder mein bester Berater: inzwischen sind die Ohrenschlepper da und räumen unter Hochdruck auf. Wenn wir die Blattläuse immer gleich ausmerzen, werden auch die Nützlinge immer weniger. Die Natur kann viel mehr selbst regeln, als wir ihr zutrauen.

An meinem Zaun entlang sowie auch im Gewächshaus habe ich Ringelblumen (Calendula) gepflanzt. Die orangen und gelben Blüten sind nicht nur ein schöner Farbtupfer im Garten; die Ringelblume ist auch eine wunderbare Heilpflanze, die nicht nur uns Menschen dient, sondern auch den Pflanzen in ihrem Umfeld. Laut Schwester Christa von der Abtei Fulda sollen wir sie großzügig zwischen unser Gemüse pflanzen. In ihrem Klostergarten pflanzt sie jedes Jahr eine herrliche Mischkultur, in jeder Reihe ein anderes Gemüse, geschmückt mit Blumen und gesegnet mit Nützlingen. Ich experimentiere auch damit, merke aber, dass man hier einen höheren Planungsaufwand hat. Ihr Buch „Geheimnisse aus dem Klostergarten“ kann ich euch wärmstens empfehlen.

Zum Schluss noch drei kleine Sommer-Garten-Tipps in Kürze:

  • Tomaten, Gurken, Kohl, Lauch und Sellerie dürfen jede Woche verdünnte Brennesseljauche bekommen, diese stärkt die Pflanzen und wehrt Schädlinge ab
  • Der Lauch soll nun angehäufelt werden damit wir schöne Stangen bekommen
  • Beim Sellerie nimmt man die Erde am Knollenansatz weg, so entwickeln sich schöne Knollen

Euch allen wünsche ich einen schönen Sommer, genügend Regen (und Geduld) und viel Freude an allem was wächst und geerntet werden kann.

Eure Vreni

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