Liebe Gartenfreunde,
Es scheint, dass wir auf den April nicht mehr warten müssen, damit das Wetter macht, was es will. Gestern war Frühlingsanfang, und von bitterer Kälte bis sommerlichen Temperaturen haben wir schon alles erlebt. Vor allem an den schönen Tagen kann ich meine Gartenlust kaum bändigen. Juckt es euch auch so in den Fingern wie mir? Dennoch ist Geduld gefragt. Eine alte Bauernregel sagt: donnerts in den hohlen (kahlen) Wald, wird‘s bestimmt noch einmal kalt – und das hat sich bewährt. So hatten wir vor einigen Tagen schon wieder eine feine Schneedecke auf unserem Garten. Um so richtig loszulegen, ist es noch zu früh – aber einige Dinge könnt ihr auch jetzt schon machen.

Ernten ohne zu säen
Wenn es draußen schön ist, gehe ich zum Beispiel meinem Unkraut an den Kragen. Praktischerweise kann man einiges davon, zum Beispiel den überall hervorsprießenden Postellein, auch verspeisen – auch wenn dieser, genau wie Mangold und Feldsalat, etwas unter der Kälte gelitten hat. Zusammen mit den ersten Brennnesseln, Zitronenmelisse, Schafgarbe, Pimpinelle und Bärlauch mischt er unseren Salat auf, der Woche für Woche ein bisschen mehr nach Frühling schmeckt.

Langsam den Garten fit machen
Um uns die Gartenarbeit in Zukunft etwas leichter zu machen haben wir mit Klinkersteinen Rasenkanten gesetzt, unter denen wir ein Unkrautvlies verlegt haben. So hat Günter es künftig auch beim Rasenmähen leichter.

Obstbäume und Sträucher können jetzt im März weiterhin geschnitten und Kompost auf die Beete ausgebracht werden. Mein Hochbeet habe ich inzwischen sehr gut gefüllt und schon dicke Bohnen eingepflanzt, die ich zum Schutz vor der Kälte mit Folie abgedeckt habe.
In einer Ecke meines Gartens werde ich dieses Jahr eine Blumenwiese anlegen. Da muss nun die alte Grasnarbe weg und der Boden mit Sand abgemagert werden, denn Wiesenblumen bevorzugen nährstoffarme Flächen. Zunächst werde ich nun die Fläche mit Pappe abdecken damit das Gras darunter abstirbt. Im nächsten Schritt werde ich den Sand darüber geben und dann die Blumenmischung säen.
Pflanzen vorziehen und säen
Tomaten und Paprika fürs Gewächshaus, aber auch Dicke Bohnen und Tomaten fürs Freiland ziehe ich auf der Fensterbank vor. Im Gewächshaus, in dem es neulich schon 27°C warm war, habe ich bereits Kohlrabi, Salate und Spinat gesät. Im Freiland schlummern die Samen der normalen und der Wurzel-Petersilie bereits im Boden und warten auf ihr Frühlingserwachen. Vor allem die Wurzel-Petersilie, mit der ich bisher noch nicht allzu erfolgreich war, braucht einen tiefgründigen, lockeren Boden – hoffen wir, dass ich alles richtig gemacht habe.
Möhren und Zwiebeln – Freund oder Feind?
Ansonsten habe ich noch Radieschen und frühe Möhren gesät sowie Zwiebeln gesteckt. Eigentlich heißt es, Möhren und Zwiebeln sind die idealen Partner. Allerdings brauchen Möhren, ebenso wie Lauch, viel Wasser, während Zwiebeln es lieber trocken haben. Deshalb werde ich in diesem Jahr neben die Möhren – auch zum Schutz vor der Möhrenfliege – Lauch pflanzen. Den Zwiebeln habe ich hingegen sogar etwas Sand in die Erde gegeben, denn in schweren nassen Böden werden die nichts.
Ich wünsche euch ein herrliches Frühjahr und viel Freude beim Vorbereiten der diesjährigen Gartensaison. Hoffentlich können wir uns bald einmal in meinem Garten wiedersehen.

Alles Liebe
Vreni
Hallo Vreni, Danke für die Infos. Ja wir warten alle auf besseres Wetter, aber das kommt am Mittwoch sicher. Ich habe noch nichts gesät, es war mir einfach zu frostig. Ich habe kein Gewächshaus. Ich habe immerhin heute den ersten Schnittlauch in meinen Salat schnibbeln können und ich denke es gibt bald Eierschmier auf frischem Brot.
LG Rosi aus dem Höhenweg
Von meinem iPhone gesendet
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Deine Geduld zahlt sich bestimmt aus, liebe Rosi! Besser alles langsam angehen statt Frostschäden zu riskieren. Liebe Grüße aus Sizilien, wo es dieser Tage auch eher kalt, windig und regnerisch ist. Ina
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